


{"id":341,"date":"2014-03-31T09:28:40","date_gmt":"2014-03-31T07:28:40","guid":{"rendered":"http:\/\/lwibs01.gm.fh-koeln.de\/blogs\/bente\/?p=341"},"modified":"2015-03-05T09:37:20","modified_gmt":"2015-03-05T08:37:20","slug":"kollaborative-enterprise-architektur-managementwerkzeug-fuer-komplexe-it-systeme","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blogs.gm.fh-koeln.de\/bente\/2014\/03\/31\/kollaborative-enterprise-architektur-managementwerkzeug-fuer-komplexe-it-systeme\/","title":{"rendered":"Kollaborative Enterprise-Architektur \u2013 Managementwerkzeug f\u00fcr komplexe IT-Systeme."},"content":{"rendered":"<p class=\"lead\"><a class=\"thickbox\" href=\"http:\/\/lwibs01.gm.fh-koeln.de\/blogs\/bente\/files\/2014\/03\/Cover.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-343 size-medium\" src=\"http:\/\/lwibs01.gm.fh-koeln.de\/blogs\/bente\/files\/2014\/03\/Cover-191x300.png\" alt=\"Cover\" width=\"191\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/blogs.gm.fh-koeln.de\/bente\/files\/2014\/03\/Cover-191x300.png 191w, http:\/\/blogs.gm.fh-koeln.de\/bente\/files\/2014\/03\/Cover.png 460w\" sizes=\"auto, (max-width: 191px) 100vw, 191px\" \/><\/a>Bente, S. (2014). Kollaborative Enterprise-Architektur \u2013 Managementwerkzeug f\u00fcr komplexe IT-Systeme. In: <em>Klaus-Peter Schoeneberg (Hrsg.): Komplexit\u00e4tsmanagement in Unternehmen \u2013 Herausforderungen im Umgang mit Dynamik, Unsicherheit und Komplexit\u00e4t meistern<\/em>. Wiesbaden: Springer-Gabler.<\/p>\n<p>Die Informationstechnologie (IT) ist etwa 50 Jahre alt, ist also eine vergleichsweise junge Disziplin. Dennoch hat die IT in dieser Zeit die Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit von Unternehmen in einer Art ver\u00e4ndert wie vor ihr wohl nur die Dampfmaschine. Firmen h\u00e4ngen heute sowohl in beim operativen Tagesgesch\u00e4ft wie auch bei der langfristigen Planung stark von der IT ab \u2013 und sie muss stabil, effizient und gut an die Bed\u00fcrfnisse der Fachseite angepasst sein.<\/p>\n<p>Die Wirklichkeit sieht leider anders aus: IT ist oft schwerf\u00e4llig, teuer und unflexibel. Woran liegt das? Im Zuge ihres Siegeszuges in der Gesch\u00e4ftswelt hat die IT eine betr\u00e4chtliche Komplexit\u00e4t erreicht. Ein global operierendes Unternehmen kommt leicht auf mehrere Tausend IT-Applikationen, die wiederum auf Hunderten verschiedenen Software- und Hardware-Plattformen aufbauen. Dies f\u00fchrt zu einer organisch gewachsene IT-Landschaft, die zudem durch fortgesetzte Unternehmensakquisitionen und -Verk\u00e4ufe durcheinander\u00adgewirbelt wird. Das Ergebnis ist ein hochgradig redundantes, schwer zu wartendes Gesamtsystem.<\/p>\n<p>Ein Mittel, um dieser Komplexit\u00e4t Herr zu werden, ist <em>Enterprise-Architektur (EA)<\/em>. Als Hygienefaktor wirkt sie dem Chaos entgegen. Ein Enterprise-Architekt stellt sicher, dass \u00c4nderungen in der IT-Landschaft einen gesch\u00e4ftlichen Nutzen haben, und arbeitet auf die Reduzierung von IT-Komplexit\u00e4t und -Kosten hin. EA ist mittlerweile, zumindest in Gro\u00dfunternehmen, ein allgemein akzeptiertes Managementwerkzeug, mit Industriestandards f\u00fcr Vorgehensmodelle und Tools.<\/p>\n<p>Allerdings muss man bei genauer Betrachtung feststellen, dass trotz hoher Investitionen ein gro\u00dfer Prozentsatz der EA-Initiativen nicht die in sie gesetzten Erwartungen erf\u00fcllen. Als Ursache findet man unter anderem eine unscharfe Wahrnehmung der inh\u00e4renten Komplexit\u00e4t der IT: Sie wird als rein technisches, nicht als <em>sozio-technisches<\/em> System begriffen. Dies kann zu fehlendem \u201eBuy-In\u201c von Management und Fachseite sowie zu \u00fcberm\u00e4\u00dfig b\u00fcrokratischen Prozessen und einer Elfenbeinturm-Mentalit\u00e4t auf Seiten der EA-Gruppe f\u00fchren.<\/p>\n<p>Ein weiterer Trugschluss ist die Annahme, dass eine EA-Gruppe die IT bis auf die operative Ebene hinunter steuern kann \u2013 eine Nichtbeachtung von Ashbys Gesetz, dass sich Komplexit\u00e4t nur bew\u00e4ltigen l\u00e4sst, wenn der Handelnde dieselbe Komplexit\u00e4tsstufe einnimmt wie das zu bew\u00e4ltigende System. Die EA \u00fcbernimmt sich zwangsl\u00e4ufig mit solch einer Aufgabe und wird zum Papiertiger oder zum Bibliothekar, der nur die IT-Dokumentation verwaltet, aber nichts mehr ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Der Gegenentwurf zu dieser Art von EA ist <em>kollaborative Enterprise-Architektur<\/em>, die drei Leitlinien folgt:<\/p>\n<ul>\n<li>Etablierung eines schlanken Satzes von IT-Prozessen und Regeln, anstatt die Beteiligten mit b\u00fcrokratischen Prozeduren und unn\u00f6tigen Dokumenten zu \u00fcberschwemmen<\/li>\n<li>\u00dcbergang zu einem evolution\u00e4ren und iterativen IT-Planungs- und Probleml\u00f6sungsprozess, anstatt die gesamte Zukunft minuti\u00f6s vorauszuplanen<\/li>\n<li>F\u00f6rderung von Partizipation verschiedener Gruppen im Unternehmen an IT-Entscheidungen, anstatt nur auf Expertenwissen und Top-Down-Kommunikation zu vertrauen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit Anleihen bei agilen Prozessen, Lean Management und Enterprise-2.0-Konzepten k\u00f6nnen diese Grunds\u00e4tze mit Leben gef\u00fcllt werden. Eine schlanke, agile EA nutzt einen iterativen Ansatz, um breite Einbindung aller Interessensgruppen und flexible Prozess-Strukturen zu erreichen. So kann das IT-Top-Management schneller und beweglicher planen und handeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In: Klaus-Peter Schoeneberg (Hrsg.): Komplexit\u00e4tsmanagement in Unternehmen \u2013 Herausforderungen im Umgang mit Dynamik, Unsicherheit und Komplexit\u00e4t meistern. Wiesbaden: Springer-Gabler.<\/p>\n<p>Ein Mittel, um der wachsenden IT-Komplexit\u00e4t Herr zu werden, ist Enterprise-Architektur (EA). Als Hygienefaktor wirkt sie dem Chaos entgegen. EAM ist mittlerweile, zumindest in Gro\u00dfunternehmen, ein allgemein akzeptiertes Managementwerkzeug. Ein schlankes, agiles EAM nutzt einen iterativen Ansatz, um breite Einbindung aller Interessensgruppen und flexible Prozess-Strukturen zu erreichen. So kann das IT-Top-Management schneller und beweglicher planen und handeln.<\/p>\n","protected":false},"author":39,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[9881],"tags":[9887,9910,4680,9902,9937,9932],"class_list":["post-341","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-buecher","tag-agil","tag-collaborative-ea","tag-eam","tag-elfenbeinturm","tag-enterprise-2-0","tag-komplexitaet"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/blogs.gm.fh-koeln.de\/bente\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/341","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/blogs.gm.fh-koeln.de\/bente\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/blogs.gm.fh-koeln.de\/bente\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/blogs.gm.fh-koeln.de\/bente\/wp-json\/wp\/v2\/users\/39"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/blogs.gm.fh-koeln.de\/bente\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=341"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/blogs.gm.fh-koeln.de\/bente\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/341\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":344,"href":"http:\/\/blogs.gm.fh-koeln.de\/bente\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/341\/revisions\/344"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/blogs.gm.fh-koeln.de\/bente\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=341"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/blogs.gm.fh-koeln.de\/bente\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=341"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/blogs.gm.fh-koeln.de\/bente\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=341"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}